Sex in der Ehe?

Hallo zusammen,

Oft genug wundern sich die Deutschen über vermeintlich skurrile amerikanische Gesetze. Im US-Bundesstaat Alabama zum Beispiel ist Bären-Wrestling staatlich verboten und Frauen dürfen kein Sexspielzeug besitzen.

Doch auch im Bürgerlichen Gesetzbuch finden sich Kuriositäten. Nach dem Gesetz sind Ehepartner einander zur ehelichen Lebens- und Geschlechtsgemeinschaft verpflichtet. Was im Rechtsdeutsch noch wenig seltsam klingt, bedeutet: Wer seinem Ehepartner Sex verweigert, verstößt gegen ein Grundprinzip des Rechtsgebildes Ehe.

Alle Ehemänner, die sich wegen häufiger Kopfschmerzen ihrer Ehefrau nun die Hände reiben, werden trotzdem enttäuscht. Denn rechtlich einfordern kann die Sexpflicht niemand. Um etwas vor Gericht einzuklagen, muss die Sache notfalls auch zwangsvollstreckt werden können.

Dies ist bei Sex nicht der Fall. Allein die Vorstellung ist lächerlich: Die Handlung, die eigentlich der Schuldner vornehmen müsste, also den Sex mit dem Ehepartner, würde dann von einem Gerichtsvollzieher geleistet.

In den meisten Fällen wohl eine wenig befriedigende Lösung. Juristen sprechen in diesem Fall von einer „unvertretbaren Handlung“. Eheleute sind also vom Gesetz her zum Beischlaf verpflichtet, durchsetzen lässt sich das aber nicht.

greetz
calimero

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