e-Sport goes Olympia

Ein US-Unternehmen hat sich bei einer Unterabteilung des chinesischen Organisations-Komitee für die Spiele von Peking die Rechte für ein eSport-Turnier gesichert. Damit sind Computer- und Videospiele zwar noch nicht Teil des olympischen Wettbewerbs, dürften aber eine bisher ungekannte Aufmerksamkeit erhalten.

Der US-amerikanische eSport-Veranstalter „GGL Global Gaming“ (GGL) hat nach eigenen Angaben ein Abkommen mit dem chinesischen „Our Olympic Organizing Committee“ (OOOG) geschlossen. Das OOOG untersteht dem regierungsnahen Olympischen Komitee für die Durchführung der Spiele von Peking.

Eine der Aufgaben des OOOG ist das übliche Rahmenprogramm olympischer Spiele, das vor allem die Kultur des Landes zeigen soll. Und da eSports in China zunehmend populär werden, soll GGL vor und während der Spiele die „Digital Games“ ausrichten. Zwar steht noch nicht endgültig fest, welche Computer- und Videospiele dort genutzt werden, jedoch schon der Austragungsort: In Shanghai, wo auch das olympische Fußball-Turnier stattfindet, soll auch das elektronische Turnier seinen Platz finden.

Elektronischer Sport ist in China mit dem Dachverband „China Internet Gaming Organizing Committee“ (CIG) anerkannt. Wie der Ehren-Generalsekretär der CIG, Fong Hong, in einem Interview mit dem US-Magazin Fortune angab, gibt es in China rund 50 Millionen ambitionierte Computer-Spieler. Wie viele davon in der CIG organisiert sind, erklärte der beim chinesischen Medien-Ministerium angestellte Beamte nicht.

Die CIG soll laut GGL mit dem US-Unternehmen zusammenarbeiten, das sich im Vorfeld vor allem um die Rekrutierung der Spieler aus aller Welt kümmern soll. Um dem ganzen offiziellen Charakter zu verleihen, dürfen die „Digital Games“ ein Logo benutzen, das entfernt auch an die olympischen Ringe erinnert. Ab dem 25. Februar 2008 sollen sich Spieler auf der Webseite von GGL für das Turnier anmelden können. Nach welchen Kriterien eine Auswahl erfolgt und ob Unterstützung bei den Reisekosten angeboten wird, ist noch nicht bekannt.

Die Ankündigung des bisher vor allem durch Online-Aktivitäten und weniger durch große Offline-Turniere aufgefallenen Unternehmens GGL ist ein Rückschlag für die bereits seit dem Jahr 2000 ausgetragenen „World Cyber Games“ (WCG). Die WCG verstehen sich seit jeher als „Olympische Spiele des eSport“ und funktionieren mit nationalen Ausscheidungs-Wettkämpfen und einem jährlichen Abschluss-Turnier in einer Weltstadt.

Q:golem.de

greetz
calimero

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