IFNG nicht in Stuttgart

Hallo zusammen,

Das Intel Friday Night Game (IFNG) ist ein Event der e-Sport Szene. Dieses Event sollte am 27.3. in Stuttgart stattfinden. Die Veranstaltung wurde jetzt allerdings vom Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (CDU) aufgrund des Amoklaufs von Winnenden untersagt.

Da bei dieser Veranstaltung auch Spiele wie Counterstrike oder Counterstrike:Source gespielt und auf Leinwänden übertragen wird hält er es für „nicht akzeptabel.“

Die Organisatoren haben nochmal dargelegt, dass es gerade bei e-Sport mehr um Taktik und Strategie gehe als um irgendwelche zur Schaustellung von Tötungsdelikten etc. Das alle bisherigen e-Sport Veranstaltungen immer recht friedlich waren, interessiert in Stuttgart wohl auch niemanden. Ich selber war mal in Oberhausen auf dem IFNG und es ist nicht anders als wie inner Sporthalle wenn da zwei Amateurteams gegeneinander Fussballspielen. Stimmung, Anfeuerung und Applaus für gute Szenen. Sonst nix!

Naja hauptsache in Stuttgart und Umgebung können die Schützenvereine weiter feiern und Schützenfeste verantstalten, darüber macht sich dann kein Mensch gedanken, hauptsache die bösen Computerspiele sollen aus Pietätsgründen nicht in der Nähe der Stadt ausgetragen werden.

Ich könnt mich ja schon wieder aufregen.

greetz
calimero

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3 comments

  1. Survivor sagt:

    Hoffentlich ist der Vertrag so gestaltet gewesen, dass Stuttgart die ganzen Ausfälle der Veranstalter zahlen darf!
    Das ist doch alles nen Witz mit der Jagd auf sogenannte „Killerspiele“: Leute die keine Ahnung davon haben schwingen sich zum Moralapostel hoch und wollen die Bevölkerung (die das zum teil gar nicht will) davor schützen.
    Aber das ist nun mal deutsche Politik . . .

  2. Survivor sagt:

    Interessanterweise wurde die Waffenmesse in Nürnberg nicht abgesagt. Wie schreibt der Autor so schön: „Prima Stimmung trotz Amoklauf. Die Schusswaffenhersteller lassen sich das Feiern nicht verbieten.“
    http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/genug-der-einkehr/

  3. Survivor sagt:

    Hab noch einen sehr interessanten Artikel zu den Moralaposteln gefunden:
    „Verbieten, was man nicht versteht: Ein „Killerspiel-Verbot“ hilft bei der Aufarbeitung des Amoklaufs überhaupt nicht“
    http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/468330