calimero und die Musik

Hallo zusammen,

ich dachte mir es wird mal wieder Zeit für einen etwas längeren Eintrag wo ich mal wieder ein bisschen was von mir preisgebe. Darum hab ich entschlossen ein Posting zu schreiben, wie ich zu meiner aktuellen Musikrichtung gekommen bin, welche Lieder mich „damals“ so bewegt haben, bzw. mich geprägt haben und warum. Jedes Lied ist direkt verlinkt, damit ihr, falls ihr es nicht kennt auch direkt mal anhören könnt. Eins allerdings Vorweg, wer mich kennt, weiß dass es jetzt sehr Techno-Lastig wird :-)

1992:
Morgen tritt „Alex Swings Oskar Sings“ beim Eurovision Song Contest für Deutschland auf. 17 Jahre früher hatte ich allerdings meine erste „Berührung“ mit der elekronischen Musik, in der Form von Alex Christensens Projekt U96. Diese haben mit Das Boot meine zarten und jungen Ohren erst richtig auf die Techno Musik gebracht.

1994:
Marko Albrecht aus Dorsten. Klingt wie ein Mitarbeiter im Bergbau im Ruhrpott Mitte der 90er. Ist es aber nicht, denn unter dem Pseudonym „Mark oh“ veröffentlichte er eine Single namens Randy – Never stop that Feeling. Dieses Lied hat sich so extrem in meine Ohren gebrannt, die Tatsache dass das Jahr 1994 auch mein erstes Onlinejahr war, trug auch dazu bei dass ich meinen ersten Nickname: „Randy“ wählte. Später wurde dieser noch verfeinert und mittlerweile mache ich ja ab und an selber Musik welche ich unter dem Pseudonym „RandyCrux“ erstelle.

1995:
Ein Jahr später musste ich feststellen, dass es Musiktitel gibt bei welchen gut 30 Sekunden vergehen, bis man diese komplett ausgesprochen hat. Trotz des Titels ist das Lied ein Wahnsinnsknaller gewesen, meiner Meinung hätte das Lied genauso wie es damals war heute veröffentlicht werden können und man würde es in die aktuelle Zeit einordnen können. Ein Lied was damals schon einen sehr hohen Standard besaß was die Musik anging. Wovon ich spreche?! Achtung -> Jam & Spoons hands on Yello – You gotta say Yes to Another Excess Great Mission.

Im selben Jahr gab man mir den Anstoß doch selber mal Musik zu machen, da ich eigentlich eine komplett Talentfreie Zone bin, nach dem Motto „Ich kann alles, aber nix richtig“ half mir dieses Lied schon ein bisschen in die Produktion der „Eigenen Musik“ einzusteigen. Wie das? Ganz einfach, indem das Lied erklärt, wie man ein Lied macht :-) Die Sprache ist von Music Instructor – Hymn.

1997:
Ich hatte irgendwann auch gemerkt, dass noch mehr Leute sich für Techno begeistern können. Somit trat ich 1997 zum ersten mal mit der Loveparade in Kontakt. Und der Besuch folgte 1998 und 1999 ebenfalls in Berlin. Ironischerweise war ich weder in Essen noch in Dortmund auf der Loveparade, weil ich an diesen Tagen leider immer verhindert war. Jedenfalls 1997 gabs ja die Loveparadehymne „Let the Sunshine in Your Heart“, das war jedenfalls die Offizielle Hymne. Inoffiziell und das haben die Leute auf der Parade durch ihr abfeiern bestätigt war allerdings Let me show you von Camisra der eigentliche Loveparade Knaller in diesem Jahr.

1999:
Irgendwann hab ich dann gemerkt, dass das „normale Techno“ sich insoweit „normalisiert“ hat, dass es mir nicht mehr ganz so zusagt. ’99 bin ich dann auch zum ersten mal richtig mit der etwas härteren Gangart des Technos in Kontakt gekommen, bzw. ein DJ hat versucht, härteres Techno massenkompatibel zu machen, was ihm auch eindeutig gelungen ist. Mellow Trax – Phuture Vibes hat dafür gesorgt, dass meine Musikanlage mit 5-fach CD-Wechsler überflüssig wurde, da ich eh nur noch diese eine Single gehört habe. Wie schon bei Randy überzeugte mich das Lied so sehr, dass ich in der Onlinewelt meinen Nickname von „RandyCrux“ in „MellowTrax“ abgeändert habe :)

2001:
Melodien für Melonen die sich im Hirn einbrennen sind einfach immer ein guter Garant dafür, dass ich ein Lied gut finde und es auch nicht so schnell vergesse. Die Kombination aus hartem Techno (damals: Progressive House) Gesang, und Melodie war für mich einfach überwältigend zu hören. Damals in der Form von Charly Lownoise & Menthal Theo – Wonderful Days. Das Lied war ein Traum, wird in der heutigen Zeit oft gecovert, aber damals das Original war einfach unübertreffbar :)

2002:
Das eine geile Melodie nicht immer hell klingen muss, sondern auch mit dumpfen harten Mitteln hergestellt werden kann, hab ich dann 2002 erfahren. Für mich war das Lied eine absolute Revolution was die harte Technogangart betrifft und ist es auch bis heute und es ist bis jetzt auch wirklich das einzige Lied was von mir das Prädikat „absolute Revolution“ bekommt. Danke an Brooklyn Bounce – Loud & Proud für diesen Song.

2003:
2003 war es dann endlich soweit, ich bin komplett dem Hardstyle verfallen, bis heute ;) Ich habe von einer Veranstaltung namens Qlimax erfahren, die jedes Jahr in Arnheim (NL) stattfindet und wo tausende Gleichgesinnte auf diese harte und melodische Musikrichtung abspacken. Das Anthem der 2003er Veranstaltung war auch gleichzeitig mein erstes Hardstyle Lied was ich gehört hab und was mich vom Fleck weg überzeugt hat. Deepack – The Prophecy.

2005:
Ein weiterer Aspekt was Lieder in meinen Ohren Feiertauglich macht ist die „Spannung“ welche in einem Lied aufgebaut wird. Das Lied was sich immer mehr steigert und steigert und steigert und man kann es gar nicht mehr erwarten loszuhüpfen und es steigert sich weiter und dann kommt irgendwann der großte Knall und es geht los mit dem Feiern. Diese Situation in Perfektion hat DJ Tiesto mit Adagio for Strings hergestellt.

2006:
So nun greifen wir uns die ganzen Aspekte aus den Vorjahren zusammen, was die Lieder bei mir ins Hirn gebrannt haben, schmeissen alle in einen Topf, schütteln einmal kräftig und öffnen diesen Topf. Schon landen wir bei meinem seit mittlerweile 3 Jahre alten Lieblingslied und ich hab so die Ahnung, dass es noch ein paar weitere Jahre mein Lieblingslied sein wird. Vielen Dank an Headhunterz – The Sacrifice für diese absolute bombastische und geniale Ohrenmassage.

2009:
Scheiss auf alles, ich hör jetzt nur noch Daniel Schumacher :)

So mehr gibts dazu auch nicht zu sagen, das war sozusagen mein persönlicher Lebenslauf was die Musik angeht. Auch wenn ihr jetzt nicht so die Technojünger seid, hoffe ich trotzdem, dass ihr einigermaßen versteht was ich da gerade so erzählt habe :-)

greetz
calimero

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2 comments

  1. Titania sagt:

    Ich habe Respekt vor jedem, der bei dieser Musik keine Kopfschmerzen bekommt *g*
    Ich kann damit leider gar nichts anfangen, ich bekomme davon wirklich direkt Kopfschmerzen. ;-D

  2. Kater sagt:

    Härterer Techo… lol, hätten meine damaligen Ohren dazu gesagt :P