Don’t mess with Thessa

Hallo zusammen,

tjoa das Original bleibt halt das Original. Falls ihr es nicht gehört habt, vor ein paar Wochen lud die (jetzt) 16-Jährige Thessa aus Hamburg per Facebook zu ihrem Geburtstag ein. Eigentlich nur ein paar Freunde, doch dadurch, dass sie die Veranstaltung öffentlich statt privat gesetzt hat, hatten alle Facebook Mitglieder Zugriff auf die Veranstaltung und konnten sich sozusagen selber einladen.

Irgendwann hatte die Veranstaltung ca. 14.000 Zusagen. An ihrem Geburtstag (welchen Sie nicht zuhause verbracht hatte) trafen sich dann ca. 2000 Leute von dem Haus von Thessa und machten dort ihre eigene Party. Das Malheur erregte sogar einige Medienaufmerksamkeit.

Missgeschicke passieren,aber nun wollte jemand auch seine 5 Minuten Ruhm mit der gleichen Methode haben. Der Typ lud zu seinem 18. Geburtstag ein und hat wissentlich und nicht aus Versehen die Einladung auf öffentlich gestellt. Etwa 4.000 Leute hatten sich für die Party angekündigt. Wie bei Thessa hat auch die Stadt davon Wind bekommen und stellte Polizei und Feuerwehr zu dem Treffen ab, da es ja eine Öffentliche Veranstaltung ist und bei so einer Masse für die Sicherheit gesorgt werden muss.

Letztendlich kamen zu der Party „nur“ 50 Leute, unter den 50 Leuten war allerdings noch nicht mal der Gastgeber, der ist dazu erst gar nicht erschienen. Jetzt der Hammer: Die Stadt Ahrensburg will ihm die Kosten für die Einsatzkräfte in Bereitschaft in Rechnung stellen. Laut Stadtsprecherin Birgit Reuter drohen ihm außerdem Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz, unerlaubter Straßensondernutzung und Beeinträchtigung des Straßenverkehrs.

So gesehen hat die Stadt ja recht, es ist ne angekündigte öffentliche Veranstaltung gewesen, für die keine Genehmigungen oder sonst was eingeholt worden sind. Bin gespannt wie die Geschichte ausgeht und ob er wirklich dafür belangt wird. Wenns so ist, dann ist eines sicher: Der wird dann noch lange was von seinem 18. Geburtstag haben.

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7 comments

  1. MCDynamo sagt:

    Wäre interessant wie die „einladung“ aussah… weil wenn die sache von privater natur war, kann man ihm meiner meinung nach nix. Ich mein wo steht den geschrieben das ich „privat“ nicht 12000 Leute in meine wohnung einladen darf?

    p.s. Thessa war ja auch nicht die erste, gabs schon überall in der welt und in deutschland auch schon ein paar mal afaik in Bayern, aber bei den anderen hat es einfach keine sau gekratzt. Bei thessa hat es wohl nur einmal der richtige gelesen der das dann sehr medienwirksam vermarktet hat.

  2. Marcel sagt:

    Da bist du aber falsch gewickelt MCD :-)

    Es gibt klare Rahmenbedingungen einer Privatveranstaltung.
    Die wichtigste Regel, die ich hier ganz klar verletzt sehe ist die Zugangskontrolle und die Einladungsart.

    Es muss sichergestellt sein, dass nur geladene Gäste die Party besuchen können (Selbsteinladung über einen Einladungsbutton würde ich nicht dazu zählen).

  3. stefan sagt:

    Ich hoffe, der Kerl bleibt auf den gesamten Kosten sitzen :)

    Grund:
    Für so einen Blödsinn werden Einsatzkräfte, die vllt. anderswo dringend benötigt werden, abgezogen bzw. es müssen mehr Leute Dienst schieben als eigtl. vorgesehen an dem Tag.Zudem sind, wie bereits erwähnt, Veranstaltungen ab einer gewissen Größe genehmigungspflichtig..und das insbesondere nach der Loveparade..

    Zusätzlich gilt:
    Nicht wissen schützt vor Strafe nicht.

    -Stefan

    PS: Falls das hart rüberkommt: Ich schiebe sehr gerne ehrenamtlich Dienste, kann es aber absolut nicht verstehen, wie jemand Einsatzkräfte mutwillig abbestellt. Hätten Polizei /HiOrg nicht so reagiert, hätten Sie sich im Schadensfall m.W.n. strafbar gemacht..

  4. Alex sagt:

    ich geb Stefan da absolut Recht. Wenn er auf den Kosten sitzen bleibt, schreckt das hoffentlich auch direkt ab und der Trend stirbt so schnell wie er entstanden ist…

  5. MCDynamo sagt:

    @keen wo kann man das nach lesen?

    Ich meine die fehlende Einlasskontrolle ist ja jetzt ne vermutung, ich würde ja jedem persönlich die Türöffnen und würde dann entscheiden ob ich den kenne oder nicht. Dazu könnte ich die zusagen der Facebook anfrage nutzen. Und ich würde facebook jetzt nicht als öffentlichen raum bezeichnen, da haben ja nur „mitglieder“ zugriff. Wenn ich nen Forentreffen mit 20Mann veranstalte ist das ja auch ne Privat veranstaltung auch wenn sich jeder aus dem Forum dazu anmelden kann.

    Bei dem Heini hier ist das aber egal, weil er nicht zu sich nach hause eingeladen hat sondern auf die Schlosswiese in Ahrensburg, da das öffentlicher Grund ist sieht das da eh ganz anders aus… hat der Benny wohl vergessen zu erwähnen

  6. calimero sagt:

    dafür hab ich dich als Top-Kommentator engagiert, falls ich mal Details vergesse :)

  7. oggy sagt:

    Meine Meinung: Pech. Solche Trittbrettfahrer sind doch immer ätzend..